«Sicherheit aus Schwedenstahl», lautete einst ein Volvo Werbespruch. Daran ändert auch die SteelZero-Initiative nichts. Mit dieser Verpflichtung setzt sich Volvo Cars aber für fossilfreien Stahl ein – als erster Automobilhersteller überhaupt.
Hast du gewusst, dass die Stahlproduktion einer der Hauptquellen für die CO2-Emissionen in der Automobilindustrie ist? So fallen durchschnittlich 33 Prozent aller mit der Fertigung verbundenen Emissionen eines neuen Volvo Fahrzeugs beim Stahl an. Im globalen Vergleich ist die Stahlherstellung für rund sieben Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das muss sich ändern! Volvo Cars hat sich als erster Automobilhersteller der SteelZero-Initiative* angeschlossen. Diese verfolgt das Ziel, die Nachfrage nach fossilfreiem Stahl zu erhöhen und die CO2-Neutralität in der globalen Stahlindustrie zu beschleunigen.

Kerstin Enochsson, Chief Procurement Officer bei Volvo, erklärt: «Wir freuen uns, mit dem Beitritt zur SteelZero-Initiative die Transformation in der Stahlindustrie zu unterstützen. Mit unserer Nachfrage nach verantwortungsvoll beschafftem, CO2-armem und -freiem Stahl wollen wir dazu beitragen, dass die Bereitstellung für unseren Sektor erhöht wird.»

Was bedeutet die SteelZero-Initiative für uns?
Mit der Unterzeichnung verpflichtet sich Volvo Cars, bis 2030 strenge Anforderungen an eine CO2-basierte Stahlbeschaffung zu erfüllen**. Zusammengefasst soll bis 2050 der gesamte von Volvo bezogene Stahl Netto-Null-Stahl sein. Jen Carson, Leiterin des Bereichs Industrie bei der Climate Group, welche zusammen mit ResponsibleSteel die Initiative ins Leben gerufen hat, fügt an: «Der Beitritt von Volvo Cars zu SteelZero ist ein entscheidender Moment für die Automobilbranche. Bei der Umstellung auf emissionsfreien Stahl spielt die Automobilindustrie eine zentrale Rolle. Durch die Unterstützung eines dekarbonisierten Stahlmarktes auf internationaler Ebene kann sie ihre eigenen Netto-Null-Ziele erreichen und Produkte anbieten, die wirklich mit der Klimaagenda im Einklang stehen.»

Entwicklung von fossilfreiem Stahl schon begonnen
Für Volvo Cars ist die SteelZero-Initiative ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen. Bereits letztes Jahr kündigte das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit dem schwedischen Stahlhersteller SSAB an, um im Rahmen der HYBRIT-Initiative von SSAB die Entwicklung von fossilfreiem, hochwertigem Stahl für die Automobilindustrie zu erforschen. Ziel ist es, die Kokskohle, die traditionell für die eisenerzbasierte Stahlerzeugung benötigt wird, durch fossilfreien Strom und Wasserstoff zu ersetzen. Das Ergebnis wird die weltweit erste Technologie zur Stahlherstellung sein, die praktisch keinen CO2-Fussabdruck hinterlässt.

*Die SteelZero-Initiative wurde von der Climate Group in Zusammenarbeit mit ResponsibleSteel ins Leben gerufen, einem Standardisierungs- und Zertifizierungsgremium der Stahlindustrie. Neben der CO2-Reduzierung konzentriert sich ResponsibleSteel auch auf andere wichtige Themen in der Stahl-Lieferkette wie Arbeits- und Menschenrechte, Engagement für lokale Gemeinschaften, Wassernutzung und Auswirkungen auf die biologische Vielfalt.
** Mit der Verpflichtung, bis 2050 zu hundertprozentig fossilfreien Stahl zu beziehen, sollen 50 Prozent der Stahlbeschaffung bis 2030 mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:
1. Der Stahl wird von einem Stahlwerk produziert, dessen Eigentümer sowohl einen langfristigen Pfad zur Emissionsreduzierung als auch ein mittelfristiges, quantitatives, wissenschaftlich fundiertes Ziel für die Treibhausgasemissionen des Unternehmens festgelegt und veröffentlicht hat.
2. Von ResponsibleSteel zertifizierter oder gleichwertiger Stahl
3. Stahl mit niedrigem CO2-Gehalt, mit einer definierten spezifischen Emissionsintensität, die den Anteil von Schrott am Ende der Lebensdauer berücksichtigt.