Klein, elektrisch und der Zeit voraus: Was mit dem Volvo EX30 vollendet wurde, begann vor 50 Jahren mit dem «Elbil». Elbil ist schwedisch und bedeutet nichts anderes als Elektroauto.
Volvo entwickelte schon vor einem halben Jahrhundert das Auto der Zukunft. Der vollelektrische Elbil war das erste einer Reihe verschiedener Konzeptfahrzeuge von Volvo mit Elektroantrieb. Das Elbil-Projekt entstand nach der ersten UN-Umweltschutzkonferenz im Jahr 1972, auf welcher der damalige Chef von Volvo Cars, Pehr G. Gyllenhammar, die berühmten Worte sagte: «Als Automobilhersteller sind wir Teil des Problems, und deshalb müssen wir auch Teil der Lösung sein.»
Der Zeit voraus
1976 präsentierte Volvo mit dem Elbil zwei Prototypen eines Kleinwagens, die rein elektrisch fuhren. Weit kamen die beiden Kleinwagen zwar noch nicht. Die Reichweite der 1100 Kilo schweren Autos betrug 50 Kilometer. Dann mussten die Elbils an die Steckdose, wo sie zehn Stunden benötigten für eine Vollladung, um wieder zwei Stunden im Einsatz zu sein. Die Energie wurde in einem 350 Kilogramm schweren Batteriepaket gespeichert, das aus zwölf zusammen geschalteten Blei-Säure-Batterien bestand und im Mittelkanal der Kleinwagen untergebracht war. Die Batterie-Technologie war damals leider noch nicht soweit, dass die vollelektrifizierte Mobilität alltäglich hätte werden können.

Aerodynamisches Leichtgewicht
Volvo suchte weiter nach alternativen Antriebslösungen, wie zum Beispiel dem im Jahr 1992 präsentierten Konzeptfahrzeug ECC (Environmental Concept Car). Das Konzeptauto war nicht nur sehr aerodynamisch und leichtgewichtig, sondern auch der erste Hybridantrieb von Volvo. Zum einen verfügte der Volvo ECC über einen Elektromotor mit Batterie, zum anderen wurde die Studie mit einer Gas-Turbine betrieben. Auch wenn eine Gasturbine als Antrieb seltsam wirken mag, lief sie jedoch leise und effizient.

HEV 98: Volvo 850 Hybrid
1995 stellte Volvo Cars einen weiteren Prototypen vor, den HEV 98, der auf dem vier Jahre zuvor eingeführten Volvo 850 basierte. Dabei handelte es sich um ein aufladbares Hybridfahrzeug, das im Wesentlichen wie moderne aufladbare Hybridfahrzeuge funktionierte. Mit einer Batterie-Reichweite von 85 Kilometern und einer Gesamtreichweite von etwa 400 Kilometern kam der HEV 98 bereits damals nahe an die heutigen Werte.

Elektro-Dienstwagen
Volvo Cars experimentierte weiter. Im Jahr 2001 wurde die «ISG»-Lösung (Integrierter Starter-Generator) vorgestellt. Der Starter-Generator lud eine 42-Volt-Batterie und gilt als Vorläufer der heutigen Hybridfahrzeuge.
2011 wurde das nächste Kapitel aufgeschlagen, als eine kleinere Serie vollelektrischer Volvo C30 für die schwedische Energiebehörde produziert wurde. Die Fahrzeuge wurden an einer Steckdose aufgeladen und hatten eine Reichweite von etwa 150 Kilometern. Das Interesse an den Fahrzeugen nahm zwar zu, aber Volvo Cars war immer noch zu innovativ für den Massenmarkt.
Teil der Lösung
Es hat zwar lange gedauert, aber heute ist die Zeit reif für vollelektrische Volvo Modelle. Mit dem Volvo EX30 wurde eingelöst, was der damalige Volvo Chef Pehr G. Gyllenhammar 1972 versprach: Der Volvo EX30 ist das nachhaltigste Volvo Modell aller Zeiten.














